24. - 26. April 2012
iqnite Deutschland 2012
Ort: Düsseldorf
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Dr. Stephan Weißleder fokussierte sich in seinem Informatik-Studium zunächst auf Modellierung und Entwicklung. Als Software-Entwickler bei der microTOOL GmbH wurde jedoch sein Interesse für das Thema Testen geweckt. Anschließend beschäftigte er sich während seiner Promotion sehr intensiv mit Fragen der Qualitätssicherung durch das modellbasierte Testen. Zu seiner Motivation sagt er: „Aus Modellen ausführbaren Quellcode zu generieren, kann relativ trivial sein. Aus Modellen aber Testfälle mit hohem Fehleraufdeckungspotential automatisch zu generieren, ist deutlich schwieriger. Die intellektuellen Herausforderungen des modellbasierten Testens werden leider noch viel zu häufig unterschätzt.“
Dr. Stephan Weißleder hebt hervor, dass Programmierung oftmals als etwas Konstruktives, Testen hingegen als etwas Destruktives angesehen werde: „Software-Testern werden häufig nicht dieselben Erfahrungen und Fähigkeiten wie Entwicklern zugetraut. Das liegt oftmals an dem geringeren Stellenwert, der der Qualitätssicherung gegenüber der Entwicklung eingeräumt wird. Glücklicherweise ist ein Wandel dieser Haltung jedoch nach und nach sichtbar - nicht nur in sicherheitskritischen Bereichen“.
Weiterhin sieht er aber noch Verbesserungspotential für viele Software-Test-bezogene Prozesse. Beispiele hierfür sieht er in einer einheitlichen Benennung und Definition testrelevanter Begriffe. Deshalb engagiert er sich im German Testing Board auch in der Working Party „Glossar“.
Im Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin konzentrierte sich Dr. Stephan Weißleder auf die praktische und die theoretische Seite der Informatik. Für seine Promotionsarbeit mit dem Titel „Test Models and Coverage Criteria for Automatic Model-Based Test Generation with UML State Machines“ hat er Modelle und Abdeckungskriterien für die modellbasierte Testfallerzeugung betrachtet und neuartige Abhängigkeiten zwischen ihnen identifiziert, sowie neue Testgenerierungsalgorithmen definiert. Sein fachlicher Fokus liegt heute als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter beim Berliner Fraunhofer Institut FIRST auf den Themen Testtechnologie, Modellierung, sowie Software-Entwicklung & -Design.
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Stand 16.01.2012
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